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Stilvoll
ist nicht nur das Ambiente, stilvoll und warm ist in erster Linie
die Musik von Gaby Borgardts, Volker Hauswald, Andreas Lasonczyk,
Volker Müller, Stefan Schwinden und Christian Saettele, die sich
als „Acoustic cover band“ bezeichnen. „Wir spielen ausschließlich
fremde Stücke und setzen sie mit unseren akustischen Instrumenten
in einen neuen Kontext“, erklärt Sängerin Gaby Borgardts. So verwundert
es nicht, dass „Amber“ - das englische Wort für Bernstein - nach
einjährigem Bestehen bereits rund 50 Lieder im Repertoire haben.
Doch die sechs Musiker sind keine Band, die einfach fremde Hits
nachspielt und auf der Bühne fremde Lorbeeren einheimst. Statt einer
akustischen Vergewaltigung der Originale verpassen sie den Liedern
mit Gitarre, Klarinette, Akkordeon, Percussions und Kontrabass eine
völlig neue Klangfarbe und swingen sich auf diese Weise mit ihren
durchaus eigenwilligen Interpretationen durch diverse Pop-, Latin-,
und Jazznummern. Zu ihrem Repertoire gehören Sting (It's probably
me), Stevie Wonder (I wish), Mister Mister (Broken wings), die Beatles,
Eric Clapton und viele mehr. „Wir arbeiten völlig ohne Noten. Wenn
wir ein Lied hören, das uns gefällt, schreiben wir die Akkorde auf,
und dann bringt jeder seine eigenen Ideen ein“, sagt Volker Müller,
der wechselweise Akkordeon und Posaune spielt und als Hintergrundsänger
für einen runden Klang sorgt.
Ohne das es störend
wirkt, wird jedes ihrer Lieder von einem klaren Rhythmus der Percussions
bestimmt. Volker Hauswald, Volker Müller und Christian Saettele
sorgen dazu wechselweise mit Gitarre, Akkordeon und Klarinette für
immer neue musikalische Akzente, hinzu kommt die klare und kräftige
Altstimme von Gaby Borgardts, so dass sich ein harmonisches Ganzes
mit vielen rhythmischen Überraschungseffekten ergibt.
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Und
das funktioniert auch bei Stromausfall, denn „Amber“ bevorzugt die
leisen Töne und spielt stets „unplugged“. Vor gut einem Jahr haben
sich die Jung-Musiker durch eine Zeitungsannonce von Sängerin Gaby
Borgardts gefunden. Die Mehrzahl der Bandmitglieder wohnt in Sülz
oder Klettenberg, sie alle haben zuvor bereits in anderen Gruppen
gespielt, Stefan Schwinden musiziert mit seinem Kontrabass nebenbei
noch im Orchester der Kölner Universität. Obwohl die Gruppe erst seit
kurzer Zeit besteht, haben die Musiker bereits einen „Award“ gewonnen
- diesen erhielten sie jedoch nicht für ihre Musik, sondern für ihre
gelungene Internetseite. Musikalisch wird zurzeit aber mit Hochdruck
gearbeitet, denn in Kürze wird die erste CD von „Amber“ erscheinen.
Vor allem live ist die Band jedoch ein Erlebnis: Die talentierten
Musiker wechseln ihre Instrumente noch schneller als Liz Taylor ihre
Ehemänner, und als Rhythmushalter kann auch schon mal ein Feuerzeug
mit Klappdeckel dienen.
Die Vorliebe für handgemachte Musik und etwas Improvisationstalent
haben der Band auch ihren ersten Kneipenauftritt beschert. Vor einem
Wirt packten sie ihre Instrumente aus, gaben ihm kurzerhand eine Kostprobe
ihres Könnens und waren prompt engagiert. Inzwischen haben sie neben
den üblichen Auftritten bei Hochzeiten, Geburtstagen und Straßenfesten
bereits zweimal im „Engelbät“ gespielt - ihr musikalischer Traum liegt
jedoch auf hoher See. „Wir würden gerne mal auf einer Kreuzfahrt spielen“,
verrät Gaby Borgardts. Auf einem Luxusschiff, das sanft vom Wellengang
geschaukelt wird, dazu leichtes Meeresrauschen, die Klänge von Klarinette,
Gitarre und Bass, und im Hintergrund brennen drei rote Kerzen. Irgendwie
stilvoll.
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